Reiserecht Flugzeitenänderung | Urlaub & Reise

Reisebüro Kundenmagazin | Ein Düsseldorfer Gericht hat die Rechte von Reisenden gestärkt: Veranstalter, die in ihre Geschäftsbedingungen schreiben, dass sich Flugzeiten jederzeit ändern können, verstoßen ab sofort gegen das Gesetz.

Wer bei Tickets sparen will, sollte früh buchen. Schön, wenn nicht nur der Preis, sondern auch die Abflugzeit stimmt: Bei Flügen am Morgen gewinnt man einen Urlaubstag. Doch auf dem Ticket startet der Flug plötzlich am Abend.

Flugzeiten müssen verbindlich sein

Das hat das Oberlandesgericht Düsseldorf entschieden (Az.: I-6 U 123/12). In dem Fall ging es um einen Veranstalter, in dessen Allgemeinen Geschäftsbedingungen stand, dass die Flugzeiten unverbindlich seien. Auch bei Streckenführung und Zwischenlandungen seien Änderungen möglich.

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Die Klauseln verstoßen gegen das Bürgerliche Gesetzbuch, wie das Gericht entschied. Änderungen zum Beispiel von Flugzeiten seien nur möglich, wenn sie für den Verbraucher zumutbar seien. Auf das Urteil weist die Deutsche Gesellschaft für Reiserecht in der Zeitschrift „ReiseRecht aktuell“ hin.

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Sollte Ihr Reiseveranstalter ankündigen, die anfangs gebuchten Flugzeiten so gravierend ändern zu wollen, dass dies für Sie nicht in Frage kommt – stellen Sie klar, dass Sie das nicht akzeptieren. Selbst wenn der Veranstalter erklärt, keinen Flug zur vereinbarten Zeit zu finden – vielleicht finden Sie einen. Dann könnten Sie diesen Ersatzflug beim Veranstalter einfordern. Stellt er sich quer, könnte man den Ersatzflug notfalls zu den gebuchten Zeiten auch selbst organisieren und die Mehrkosten in Rechnung stellen.

Änderungsvorbehalt nach § 651a V BGB

Ein Änderungsvorbehalt nach § 651a BGB muss ausdrücklich zwischen den Parteien vereinbart worden sein und kommt nur bei sehr frühzeitigen Buchungen in Betracht, bei denen eine verbindliche Angabe der Flugzeiten meist noch nicht möglich ist. Außerdem ist ein Änderungsvorbehalt nach § 308 Nr. 4 BGB nur wirksam, wenn die Interessen des Vertragspartners – in diesem fall des Reisenden – gewahrt werden, ihm die Änderungen also zumutbar sind und die triftigen Änderungsgründe konkret genannt werden.  (BGH, Urteil 10.12.2013, Az.: X ZR 24/13)

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